Behandlung
Patienten mit Akne sind am besten bei einem Facharzt für Hauterkrankungen (Dermatologe) aufgehoben. Er kann den Schweregrad der Erkrankung feststellen und aus den vielfältigen Wirkstoffen und Therapien die geeignete Methode auswählen.
Äußerliche, topische Anwendung
Benzoylperoxid
Der antibakterielle Wirkstoff Benzoylperoxid reduziert über die Freisetzung freier Sauerstoffradikale Propionibakterien und hemmt dadurch den Entzündungsprozess. Er wirkt leicht komedolytisch (Schälwirkung), kann aber auch Hautirritationen hervorrufen.
Azelainsäure
Auch Azelainsäure wirkt keimtötend und entzündungshemmend. Außerdem hat sie eine schälende Wirkung und normalisiert die Verhornungsstörung im Talgdrüsenfollikel.
Retinoide
Retinoide, wie zum Beispiel die Vitamin A-Säure Tretinoin, wirken entzündungshemmend. Darüber hinaus regen sie die Zellteilungsaktivität der Haut an, lösen die verklebten Hornzellen, heben den Pfropf aus dem Follikelkanal heraus und regulieren die Talgüberproduktion. Die Neubildung von Komedonen wird verhindert.
Antibiotika
Zur Bekämpfung der Propionibakterien im Talgdrüsenfollikel werden verschiedene Klassen von Antibiotika verschrieben, zum Beispiel Tetrazycline, Makrolide oder Clindamycin. Antibiotika wirken auch entzündungshemmend.
Innerliche, systemische Anwendung
Hormontherapie
Ziel einer Hormontherapie ist es, die überschießenden Androgene (Testosteron) zu regulieren. Bei Mädchen und Frauen wird dies durch die Kombination von Östrogen und Gestagen erreicht. Dadurch werden die Talgproduktion und die Verhornungsvorgänge im Talgdrüsenfollikel beeinflusst. Die Wirkung setzt meist erst nach 2-3 Monaten ein.
Antibiotika
Zur systemischen Bekämpfung der Propionibakterien werden am häufigsten Minocyclin und Doxycyclin eingesetzt. Um die Bildung von Resistenzen zu vermeiden, werden Antibiotika nur in kurzen Zeitspannen verabreicht.
Isotretinoin
Bei schwerer, therapieresistenter Akne wird das Retinoid Isotretinoin auch systemisch verabreicht. Es reduziert sehr stark die Talgproduktion, löst die Verhornungsstörung und lindert den Entzündungsprozess.

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