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Entstehung

Auch wenn die Ursachen der Akneerkrankung noch nicht vollständig erforscht sind, so lässt sich doch eines ganz sicher ausschließen: die im Volksglauben kursierenden Mythen über mangelnde Körperhygiene oder sexuelle Gedanken und Handlungen sind keinesfalls an der Entstehung von Akne beteiligt. Es sind vielfältige Faktoren und komplexe immunologische Prozesse, die zu einer Akneerkrankung führen. Dazu gehören die genetische Veranlagung, Stoffwechselvorgänge wie die Ausschüttung männlicher Sexualhormone (Androgene) und Bakterien. Unter Umständen aber auch äußerliche und beeinflussbare Faktoren wie Kosmetika, Medikamente, Rauchen oder die Ernährung.

Stau im Talgdrüsenfollikel

Auslöser von Akne ist zumeist eine hormonell bedingte erhöhte Produktion von Hauttalg bei gleichzeitig vermehrter Bildung von Hornzellen im Talgdrüsenfollikel. Die abgestoßenen Hornzellen kleben aneinander und verstopfen den Follikelausführungskanal, den Weg nach draußen. Der Follikelkanal erweitert sich ballonartig und es entsteht ein Pfropf (Mikrokomedo). So kann der Talg nicht an die Oberfläche abfließen, er staut sich und es entstehen offene oder geschlossene Komedonen (Mitesser).

Besiedlung durch Bakterien und Entzündung

Der in den Komedonen aufgestaute Hauttalg ist ein idealer Nährboden für Bakterien. Hier vermehren sich vor allem die Propionibakterien (P. acnes), die – als Teil der natürlichen Bakterienbesiedlung der Haut – normalerweise völlig harmlos sind. Nun bilden sie das Enzym „Lipase“, um das Talgdrüsensekret abbauen zu können. Dabei werden toxische Substanzen, die freien Fettsäuren, frei gesetzt, die stark entzündlich wirken und die sichtbaren Erscheinungen der Akne, Papeln, Pusteln und Knoten, begünstigen.

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