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Entstehung

Die Erreger kommen fast überall vor

Nagelpilzinfektionen werden von Pilzerregern ausgelöst. Die häufigsten Erreger sind die so genannten Dermatophyten, sie machen über 99% aller Onychomykosen aus. Diese häufigste Form der Nagelpilzinfektion wird auch Tinea unguium genannt. Aber auch Hefe- oder Schimmelpilze können eine Nagelpilzerkrankung verursachen. Der Kontakt mit diesen Erregern lässt sich kaum vermeiden, da sie nahezu überall vorkommen und sich unter feuchtwarmen Bedingungen, beispielsweise in Schwimmbädern, rasant vermehren. Deshalb betrifft eine Nagelpilzinfektion am häufigsten die Füße, und auch bei Befall der Fingernägel sind die Fußnägel meist mitbetroffen.

Vom Pilzkontakt zur Infektion

Der Kontakt mit Pilzen führt nicht zwangsläufig zu einer Infektion. Ein gesunder Mensch mit intaktem Immunsystem und unverletzten Nägeln kann die Attacke der Erreger gut abwehren. Onychomykosen entwickeln sich in der Regel dann, wenn bestimmte Faktoren vorgegeben sind. Prädispositionen für eine Nagelpilzinfektion sind höheres Alter, mit dem eine verminderte Regenerationsfähigkeit der Nägel einhergeht, eine genetische Veranlagung, Stoffwechselstörungen wie Diabetes mellitus, Durchblutungsstörungen, ein geschwächtes Immunsystem, Nagelekzeme, Nagelpsoriasis, Fußfehlstellungen, aber auch wiederholte Verletzungen (zum Beispiel beim Sport) an Nagel oder Nagelhaut und das Tragen zu enger Schuhe.

Der Krankheitsverlauf

Klinisch werden vier Onychomykoseformen unterschieden. Die bei weitem häufigste Form ist der so genannte distolaterale subunguale Typ der Onychomykose. Er beginnt mit einer Infektion der umgebenden Haut. Von dort dringt der Pilz von den Nagelrändern in die Unterseite der Nagelplatte ein und breitet sich langsam und stetig aus. Im Verlauf hebt sich zunächst die Nagelplatte an. Dann bilden sich gelbliche Verfärbungen. Je nach Erreger variieren der Verlauf und die Verfärbungen (von weißlich-gelb über grau-bräunlich bis grünlich). Das spätere Krankheitsstadium umfasst den ganzen Nagel. Er verdickt sich, wird bröckelig und kann sich vom Nagelbett lösen.

Erhöhte Ansteckungsgefahr besteht

  • in Schwimmbädern, Umkleidekabinen, öffentlichen Duschen und Saunen
  • beim häufigen Tragen von Gummihandschuhen, Kunstfaser-Strümpfen und zu engen Schuhen
  • bei wiederholten Verletzungen der Nägel und der Nagelhaut zum Beispiel durch Sportverletzungen, Nägelkauen und falscher oder nachlässiger Nagelpflege

Voraussetzung für eine Ansteckung ist der direkte Kontakt mit Pilzerregern.

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Patientenbroschüre Nagelpilz

Broschüre Differentialdiagnosen (Nur für Fachkreise)

 

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