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Behandlung

Wer bei sich oder seinem Kind Symptome der Neurodermitis beobachtet, sucht am besten sofort einen Facharzt für Hauterkrankungen (Dermatologe) auf. Vor allem, wenn Fälle von Neurodermitis in der Familie bekannt sind. Die frühe Diagnose, eine umfassende Behandlung und konsequente Hautpflege können von Anfang an dazu beitragen, Komplikationen zu vermeiden.

Betroffene können ihre Neurodermitis heute mit einem sorgsamen und umfassenden Therapiekonzept gut kontrollieren. Heilbar ist sie jedoch nicht. Ärzte können somit nur die Symptome behandeln: die empfindliche trockene Haut, den Juckreiz und den Entzündungsprozess während eines Schubs. Die Neurodermtis-Therapie umfasst in der Regel:

  1. die Basispflege der trockenen Haut,
  2. die Behandlung mit speziellen Wirkstoffen
  3. allgemeine, unterstützende Maßnahmen.

 

Basispflege der trockenen Haut

Wichtig ist die konsequente, kontinuierliche Hautpflege auch in symptonfreien Phasen oder während medikamentöser Behandlung mit Präparaten, die auf die Haut des Neurodermitikers abgestimmt sind, meist Salben, Cremes oder Lotionen. Sie stärken den Fett- und Feuchtigkeitshaushalt der Haut und ihre Schutzfunktion gegenüber Reizen und Allergenen. Der Juckreiz vermindert sich. Dies kann zur Verlängerung von symptonfreien Phasen, zum Rückgang der akuten Stadien und zur Verlängerung des Kortikoidbedarfs führen. Besprechen Sie mit Ihrem Dermatologen die für Ihre individuelle Erkrankung bzw. die ihres Kindes optimale Rundumversorgung.

Behandlung mit speziellen Wirkstoffen

Gegen bakterielle oder durch Pilze verursachte Infektionen wirken lokal aufzutragende Präparate wie Antibiotika und Antimykotika. Entzündungen der Haut und starker Juckreiz im akuten Stadium werden äußerlich zumeist mit Wirkstoffen behandelt, die auf das Immunsystem wirken Glukokortikoide oder Immunsuppressiva bzw. Immunmodulatoren). Alternativ dazu die neueren Wirkstoffe Tacrolimus und Pimecrolimus, zu denen jedoch noch keine Langzeitstudien vorliegen. Systemisch wirkende, also oral einzunehmende Wirkstoffe sind Antihistaminika gegen den Juckreiz oder in schweren, therapieresistenten Fällen Cyclosporin A.

Unterstützende Maßnahmen

Zahlreiche Faktoren begünstigen die Erkrankung an Neurodermitis. Betroffene können aber auch selbst einiges tun, um die Symptome zu mildern. Wer an Allergien leidet, sollte die auslösenden Allergene meiden, vor allem während der akuten Stadien. Eine wohltuende Wirkung versprechen physikalische Therapien, zum Beispiel UV-Licht-Bestrahlungen. Den meisten Erkrankten helfen auch Kuraufenthalte am Meer oder im Gebirge. Aber auch im Kleinen lässt sich einiges bewirken. Eine gesunde Lebensführung ohne Nikotin und Stress, sorgsame Hautpflege sowie Strategien zum Umgang mit dem Juckreiz sind die beste Grundlage, um eine Neurodermitis-Erkrankung in den Griff zu bekommen.

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