Sie sind hier: Startseite Hautgesundheit Rosacea Behandlung

Behandlung

Der Schweregrad der Erkrankung bestimmt das Behandlungs- und Pflegeprogramm.

Patienten mit Rosacea lassen sich nicht über eine Kamm scheren – ein einheitliches Behandlungsvorgehen gibt es daher nicht. Ganz wichtig: Gehen Sie frühzeitig zu einem Facharzt für Hauterkrankungen (Dermatologe), wenn Ihnen ungewöhnliche Hautrötungen im Gesicht auffallen, beispielsweise nach Temperaturwechseln oder nach dem Verzehr scharfer Speisen. Je eher Sie bei einer beginnenden Rosacea gegensteuern, desto besser!

Maßgeschneiderter Behandlungsplan

Je nach Ausprägung der Erkrankung bekommen Sie eine individuell auf Sie zugeschnittene Therapie. Ihr Arzt wird Sie beraten, ob Sie mit einer Intensivpflege auskommen, eine verschreibungspflichtige Creme benötigen, ob Sie vorübergehend auch einmal Medikamente einnehmen müssen oder aber ob sich ein kleiner operativer Eingriff anbietet.

Nicht immer müssen es gleich Medikamente sein. Wer nur gelegentlich unter Gesichtsröte und den bereits erwähnten Flushs leidet, kommt oft auch mit einer speziellen Pflegecreme bei Rötungen gut zurecht.

Denn hier geht es in erster Linie darum, Rötungen vorzubeugen und zu mildern – wobei Ihr Hautarzt immer das letzte Wort hat. Denn nur er kann den Grad Ihrer Erkrankung wirklich einschätzen und auch eventuelle andere Ursachen als eine beginnende oder leichte Rosacea ausschließen – beispielsweise eine Allergie. Auf eigene Faust sollten Sie daher keinesfalls Ihren Gesichtsrötungen begegnen!

Bei Rosacea im Stadium I kommen rezeptpflichtige Cremes oder Salben ins Spiel.

Falls Ihr Arzt bei Ihnen eine Rosacea im so genannten „Stadium I“ oder höher diagnostiziert hat, reichen frei verkäufliche Präparate aus der Apotheke in der Regel nicht mehr aus, um der Erkrankung wirkungsvoll etwas entgegenzusetzen. Nun treten entzündungshemmende Cremes in den Vordergrund, eventuell unterstützt von speziellen Laser- und Lichtbehandlungen. Die verschreibungspflichtigen Cremes enthalten meistens Antibiotika, da diese Wirkstoffe die Bakterien bekämpfen, die bei dem im Stadium I bereits vorliegenden Entzündungen eine große Rolle spielen. 

Je besser der Bote, desto höher die Wirkung

Vor allem die Wirkstoffe Metronidazol und Erythromycin kommen hier - neben Tetracyclin und Clindamycin und auch Azelainsäure – zum Einsatz. Musste früher der bei Rosacea sehr gut bewährte Wirkstoff Metronidazol noch in der Apotheke einer Basissalbe zugemischt werden, gibt es inzwischen auch Fertigpräparate für die besonders einfache Handhabung. Denn gerade Metronidazol verbucht bei Rosacea hervorragende Erfolge. Allerdings spielt hier in puncto Wirksamkeit nicht nur die Wirkstoffmenge eine Rolle, sondern auch das „Drumherum“.

Creme ist nicht gleich Creme

Eine neue Technologie ermöglicht es zum Beispiel, eine Creme herzustellen, in der Metronidazol bei Zimmertemperatur gleichmäßig verteilt in einer multilamellaren Struktur aus vielen Lipid-Doppelschichten wie in einem Sandwich verpackt vorliegt. Der besondere Kniff: Beim Auftragen auf die Haut erwärmt sich die Creme und die Doppellipidschichten schmelzen. Erst in diesem Moment wird so das bis dahin gut geschützte Metronidazol freigesetzt und kann nun in die Haut eindringen. So wird Metronidazol effektiv und gut verträglich an den Talgdrüsen der Haut freigesetzt. Zugleich kann gänzlich auf Konservierungsstoffe verzichtet werden. Dabei duftet die Creme angenehm neutral, zieht anders als Gele ein, ohne einen Film auf der Haut zu hinterlassen, und pflegt die Haut, ohne wie eine herkömmliche Creme zu fetten.

Ab Stadium II verordnen viele Ärzte auch vorübergehend Tabletten als Ergänzung zur äußerlichen Behandlung.

Ist die Rosacea bereits weiter fortgeschritten, kommen viele Patienten mit allein einer äußerlichen (lokalen bzw. topischen) Behandlung nicht mehr aus. Unterstützend bietet sich dann als Ergänzung dazu eine vorübergehende Behandlung von innen an - meist in Tabletten- oder Kapselform, seltener auch per Spritze.
Im Rahmen einer Rosacea-Behandlung haben sich vor allem die Wirkstoffe Minocyclin, Tetracyclin, Doxycyclin und Clarithromycin bewährt.

Bei Patienten mit sehr fortgeschrittener Rosacea (Stadium III) empfiehlt sich anstelle der oder zusätzlich zur innerlichen Antibiotikatherapie eine Behandlung mit Isotretinoin.

Wenn die Optik stört: Operative Maßnahmen

Erweiterten Äderchen (Teleangiektasien) lässt sich sehr erfolgreich mit moderner Lasertherapie und elektrischen Verödungsbehandlungen zu Leibe rücken.

Bei durch Rosacea verursachten so genannten „Knollennasen“ (Rhinophymen), die fast ausschließlich bei Männern auftreten, lassen sich heutzutage durch sanftes Abschleifen oder Abschälmethoden mithilfe von Lasertechnik sehr gute kosmetische Ergebnisse erzielen.

Was übernimmt die Kasse?

Fragen kostet nichts. Im Zuge unseres sich immer noch im Umbruch befindlichen Gesundheitssystems lässt sich keine eindeutige Antwort auf die Frage finden. Wenn Sie im Zusammenhang mit Ihrer Rosacea-Erkrankung einen kleinen operativen Eingriff planen, besprechen Sie dies vorher mit Ihrem behandelnden Arzt und erkundigen Sie sich einfach bei Ihrer Kasse nach den Möglichkeiten zur Kostenerstattung oder –beteiligung.

Artikelaktionen
 

Alle Rechte vorbehalten 2012. Alle genannten Marken sind Eigentum der Pierre Fabre Dermo-Kosmetik GmbH