Behandlung
Die Domäne der Lokaltherapie liegt bei der Psoriasis, bei der nur begrenzte Hautflächen befallen sind. Für die Behandlung des Körpers eignen sich Salben und Cremes, in behaarten Regionen flüssige Produkte. Am behaarten Kopf sind als neue Entwicklung Schäume und Shampoos vorteilhafter.
Die starken Schuppen werden zunächst durch Salicylsäure entfernt. Parallel dazu oder im Anschluss lässt sich die Psoriasis schnell durch Lokalkortikoide bessern, die aber nur begrenzte Zeit angewendet werden. Vitamin D3-Abkömmlinge sind danach leichter in der praktischen Anwendung als Dithranol, das stärker reizen kann und die Haut, Wäsche und selbst Plastik verfärbt.
Bei ausgedehnter Psoriasis ist eine systemische Behandlung oft erfolgreicher, auf alle Fälle aber praktikabler in der Handhabung. Die stärkere, allerdings nicht unbedingt schnellere Wirksamkeit muss gegen das Risiko unerwünschter Wirkungen abgewogen werden.
Alle bei den gewöhnlichen Formen der Psoriasis stark wirksamen Mittel, die geschluckt oder gespritzt bzw. infundiert werden (systemische Therapien) bremsen auch oder sogar ausschließlich diese Autoimmunreaktionen aus. Das erklärt, warum bei den meisten ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht und warum sie bei bestehenden Infektionskrankheiten nicht oder nur unter strenger Kontrolle gegeben werden sollten. Je nach Präparat sind die Leber- und/oder die Nierenfunktion, das Blutbild sowie gegebenenfalls weitere Parameter zu überwachen.
Methotrexat wird seit 50 Jahren, Ciclosporin seit 30 Jahren in der Medizin eingesetzt, die Biologics, eine Untergruppe von neuen biologischen Produkten, erst wesentlich kürzer.
Naturheilkundliche Verfahren reichen allein nicht aus, um die Psoriasis abzuheilen, als unterstützende Maßnahme könnten sie behilflich sein.
Ihr Wert lässt sich gegenwärtig nicht sicher abschätzen. Heilfasten und Atemtherapien scheinen sich günstig auszuwirken, Akupunktur hingegen bei der Psoriasis im Gegensatz zu anderen Hautkrankheiten kaum oder gar nicht.
Natürliches Sonnenbaden, besser aber künstliche UV-Strahler, die sich genauer dosieren lassen, können die Psoriasis abheilen lassen.
Durch Kombination verschiedener Therapien lässt sich der Behandlungserfolg noch steigern. Die PUVA-Therapie (Psoralen + UVA) ist eine Behandlung, die überhaupt nur im Zusammenspiel beider Komponenten wirksam ist.
In Kuren und Klimatherapien wird sowohl die Haut, die oft durch Salzbäder für UV-Therapien empfindlicher gemacht wird, behandelt als auch im ganzheitlichen Ansatz psychische Belastungen und die Lebensweise einschließlich der Ernährung berücksichtigt.
Wichtig ist, dass Sie lernen, die Psoriasis als chronische Krankheit anzunehmen. Sie ist bis heute leider nicht heilbar. Die verschiedenen Behandlungsverfahren ermöglichen es aber, dass Sie diese belastende Hautkrankheit in der Regel „in den Griff bekommen“.

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